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allgemeine
Daten
Die Landesfläche
der Schweiz beträgt 41.293km² (Weltrang 132), Hauptstadt
ist Bern.
Die Schweiz
ist in 26 Kantone aufgeteilt, also föderalistisch organisiert.
Das Parlament (Bundesversammlung) besteht aus zwei gleichberechtigten
Kammern: der Volksvertretung (Nationalrat) mit 200 Abgeordneten
und der Vertretung der Kantone (Ständerat) mit 46 nebenamtlichen
Abgeordneten. Proporzwahl der Volksvertreter. Jeder Kanton bildet
einen separaten Wahlkreis, dem entsprechend der Bevölkerungszahl
Sitze zustehen. Im Ständerat haben die Kantone je zwei, die
Halbkantone je einen Sitz.
Es existieren
vier offizielle Landesprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch
und Rätoromanisch. 63,6% der 7,2 Millionen Schweizer sprechen
deutsch, 19,2% französisch, 7,6% italienisch und 0,6% rätoromanisch.
Diese besondere sprachliche Vielfalt in der Schweiz hat natürlich
auch Auswirkungen auf das Medienangebot und vor allem die Nutzung,
worauf im folgenden näher eingegangen wird.
Eine weitere
Besonderheit in der Schweiz ist die Volksabstimmung, Entscheide
bei Volksabstimmungen sind endgültig, ungeachtet der Höhe
der Wahlbeteiligung.
Mit einer verhältnismäßig
niedrigen Arbeitslosigkeit von 3,9% und einem BIP von 25.130 US
$ gehört die Schweiz zweifelsohne zu den wirtschaftsstärksten
Ländern Europas
Offizieller
Name: Confédération Suisse (Französisch); Schweizerische
Eidgenossenschaft (Deutsch); Confederazione Svizzera (Italienisch)
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Geschichte
| 1922
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offizieller
Beginn des Hörfunks
Bau einer öffentlichen Sendeanlage in Lausanne
benötigte Konzession der schweizerischen Landesregierung
(Bundesrat)
es folgten bis 1936 die Städte: Zürich, Genf und Basel
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| 1931 |
Gründung der schweizerischen Rundspruchgesellschaft SRG
mit einer Beschränkung auf 2
Nachrichtensendungen pro Tag: Diese Beschränkungen setzten
die Presseverbände durch. |
| 1938
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der
Bundesrat machte das Radio zum Instrument der geistigen Landesverteidigung
& Kulturpropaganda.Bei Kriegsbeginn wurden die Konzessionen
entzogen. |
bis
1945 |
Schweizerischer
Rundspruchdienst (SR) unter Kontrolle der Regierung
Abteilung Presse und Rundfunk (APF) unter Kontrolle der Armee |
| 1946
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erste
Versuche audiovisueller Medien. Die SRG wollte schon früh
eine Konzession, aber aufgrund der Kosten wurde auch über
einen kommerziellen Betrieb oder ein Überlassen des teuren
Mediums an ausländische Gesellschaften nachgedacht.
Persuasive Wirkung des TV -> Kontrolle des Bundesrats |
| 1952
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3
Jahres Konzession an SRG, wurde bis 57 verlängert |
| 1957 |
trotz fehlender verfassungsrechtlicher Grundlage erhielt die
SRG eine endgültige Konzession |
| 1958 |
offizieller Sendebetrieb |
| 1965
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erste
Werbespots: 12min/ Tag.
Die SRG wurde in die schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft
umbenannt |
| 1968
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1Millionen
Empfangsgeräte
1 Fernsehprogramm in jeder Sprachregion
1 Radio Vollprogramm über MW
1 Radio Kulturprogramm über UKW |
| 70er
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Spannungen
zwischen SRG <-> Politik
Kritischer, aufklärerischer Journalismus versus Verbreitung
politischer Ideen und Arbeit |
| 1976
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die
verfassungsrechtliche Verankerung des Rundfunks wurde erneut
vom Volk abgelehnt. es entsteht Wettbewerb durch empfangbare
Programme aus dem Ausland (Kabel/Sat) |
| 1982
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Verordnung
über lokale Rundfunkversuche (RVO)
- 36 Lokalradios
- 7 Lokalfernsehprojekte
erhielten auf 5Jahre befristete Versuchskonzession
=> strukturschonender Übergang vom Monopolbetrieb zum
dualen Rundfunksystem |
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1984
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rechtliche
Grundlage: Verfassungsartikel über Radio & Fernsehen
1. Die
Gesetzgebung über Radio und Fernsehen ist Sache des Bundes
2. Radio und Fernsehen tragen zur Bildung und kulturellen
Entfaltung, zur Freien Meinungsbildung und zur Unterhaltung
bei. Sie berücksichtigen die Besonderheiten des Landes
und die Bedürfnisse der Kantone. Sie stellen die Ereignisse
sachgerecht dar und bringen die Vielfalt der Ansichten angemessen
zum Ausdruck.
3. Die Unabhängigkeit von Radio und Fernsehen, sowie
die Autonomie in der Programmgestaltung sind zu gewährleisten.
4. Auf die Stellung und die Aufgabe anderer Medien, vor allem
der Presse, ist Rücksicht zu nehmen.
5. Programmbeschwerden können einer unabhängigen
Beschwerdeinstanz vorgelegt werden.
=> jeder Sender ist verpflichtet eine Ombudsstelle einzurichten.
Kann die Beschwerde von dieser Stelle nicht zu beidseitiger
Zufriedenheit bearbeitet werden, so kann der Beschwerdeführer
diese in zweiter Instanz an die UBI (unabhängige Beschwerdeinstanz,
vom Bundesrat gewählt) weiterleiten. [fast 2/3 (68) aller
Beschwerden konnten auf Stufe Ombudsstelle erledigt werden,
i.d.R: unberechtigt]
=> zwischen 96 und 98 20 Beschwerden auf der Stufe des
UIB; 45 Urteile, 9 diagnostizierte Programmrechtsverletzungen
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Fernsehen
Der Rundfunk
in der Schweiz ist maßvoll dereguliert. Die Schweizerische
Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG), die als Genossenschaft organisiert
ist, erhebt Gebühren im Sinne der Föderalismus- und Minderheitenpflege:
Sie betreibt je 2 SRG-Programme (SF, TSI, TSR.) in den drei großen
Sprachregionen. Die SRG verteilt die Gebühren intern im Sinne
der Föderalismus- und Minderheitenpflege (Deutschschweiz zahlt
71% erhält 42,5%), anders wäre eine gleichwertige Grundversorgung
aller Sprachkulturen nicht gewährleistet.
Laut Art.17 Abs.2 RTVG können lokale und regionale Veranstalter
einen Teil der SRG Empfangsgebühren erhalten. Dies ist z.B.
dann möglich, wenn aufgrund der kleinen Märkte die Erträge
so gering sind, dass keine ausreichenden Finanzierungsmöglichkeiten
bestehen aber zugleich ein besonderes öffentliches Interesse
am jeweiligen Programm besteht.
Die eidgenössische Bevölkerung steht unter großen
Einfluss der Medien der Nachbarstaaten aufgrund der sprachlichen
Verbundenheit. Es existieren 6 SRG-Fernsehprogramme (jeweils zwei:
SF deutsch, TSI italienisch, TSR französisch). Bei den privaten
einheimischen Fernsehanbietern zählen TV3 und Tele 24 zu den
bedeutensten. Drei deutschen Privatsender (Pro7, Sat1 und RTL) unternahmen
Ende der 90er Jahre Versuche mit Regionalfenstern im Vorabendprogramm,
welche jedoch schon nach kurzer Zeit wieder aufgegeben wurden. Zusätzlich
existieren 27 private lokale schweizer Sender.
Teleclub ist seit 1984 ein privater Pay-TV-Kanal mit 90.000 angeschlossenen
Haushalten. Zusätzlich ist auch Premiere World erhältlich.
Als wichtigste
Sendungen (2001) sind zu nennen: Tagesschau, Meteo, "Benissimo"
(alle SF1)
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Deutschsprachige
Schweiz |
Französischsprachige
Schweiz |
Italienischsprachige
Schweiz |
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Marktanteile
SRG SSR (Prime Time)
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43% |
42% |
42% |
| Marktanteile
ausländischer Anbieter |
57% |
58% |
58% |
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Stand:
1998 |
Allgemein ist
anzumerken, dass die Zuschaltung ausländischer Programme schneller
wächst als die Zuschaltung einheimischer Programmen.
Der Fernsehmarkt ist grundsätzlich zu klein für breites
einheimisches kommerzielles Angebot. Die Bevölkerung genießt
eine Vielzahl von TV-Angeboten aus dem Ausland, die der schweizer
Fernsehmarkt selbst nicht finanzieren könnte.
Diese Tendenz wird sich in Zukunft noch verstärken, und die
Existenz einheimischer privater TV-Sender gefährden.
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Radio
- 9 landesweite Radio-Sender in allen Landessprachen und 44 meist
durch Werbung finanzierte Lokalsender
- großer Wettbewerb zwischen schweizer Anbietern, geringerer
ausländischer Einfluss im Vergleich zum Fernsehen
- Seit 1999: SR DRS digitales Jugendradio in der Deutschschweiz
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Deutschsprachige
Schweiz |
Französischsprachige
Schweiz |
Italienischsprachige
Schweiz |
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Marktanteile
SRG SSR (24 Stunden)
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48% |
42% |
72% |
| Marktanteil
nationaler kommerzieller Anbieter |
38% |
36% |
8% |
| Marktanteil
ausländischer Anbieter |
14% |
22% |
20% |
| Radionutzung
in Minuten |
198 |
138 |
146 |
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Stand:
1998 |
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Print
- Es erscheinen
232 Tageszeitungen mit einer Gesamtauflage von 4,21 Mio.
- 67% der Presseerzeugnisse werden in Deutsch, 25% in Französisch,
6% in Italienisch und 2% in Rätoromanisch herausgegeben.
- 483 Zeitschriften
- Regionale Zeitungen sind sehr häufig mit regionalen Radiosendern
verzahnt.
- Es gibt 9 landesweite Radio-Sender in allen Landessprachen und
44 meist durch Werbung finanzierte Lokalsender.
- Medienübergreifende regionale Monopole einzelner Verleger,
die sich bei Radio- und teilweise Fernsehsendern eingekauft haben.
- 92% der Schweizer sind mit ihrer Zeitung zufrieden
- Größte Zeitungen: Blick, NZZ und Tages Anzeiger
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| Internet
- Stand: März
2000
- 1,65 Millionen
Internetnutzer in der Deutschschweiz (45 Prozent)
- 42 Prozent davon sind e-commerce-Nutzer
- Durchschnittliche Web-Nutzungszeit: 13,8 Stunden pro Woche
- Websites pro 1000 Einwohner/innen: 18,1
- Gesicherte Web-Server pro Million Einwohner/innen: 91,5
Links:
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Quellen
Hans-Bredow-Insititut
für Rundfunk und Fernsehen an der Universität Hamburg.
Internationales Handbuch für Rundfunk und Fernsehen. Baden-Baden:
Nomos, 2000.
Statistische
Jahrbuch / Europäische Audiovisuelle Inforationsstelle: Filmindustrie,
Fernsehen, Video und Neue Medien in Europa. Straßburg: Informationsstelle,
1999
www.statistik.admin.ch
(Mai 2001)
www.erdkunde-online.de
(Mai 2001)
www.publisuisse.ch
(Mai 2001)
www.zeitung.ch
(Mai 2001)
www.fernsehen.ch
(Mai 2001)
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